Aktuelle Projekte der Namaste-Stiftung

Hier finden Sie einen Überblick über die aktuellen, unter der Federführung der Namaste-Stiftung laufenden Projekte:

  • Wiederaufbau der zerstörten Schulen in Bolde

    Wiederaufbau der zerstörten Schulen in Bolde

    Mit Hilfe von Sternstunden e.V., der Benefizaktion des Bayerischen Rundfunks, wird der Wiederaufbau der vier vom Erdbeben schwer beschädigten oder zerstörten Schulen in Bolde umgesetzt.

    Die vier Schulen in der Streusiedlung Bolde wurden durch das Erdbeben unterschiedlich stark beschädigt. Eine Kommission der Bezirksregierung stellte nach dem Beben fest, dass in allen Schulgebäuden nicht mehr unterrichtet werden darf: Der Unterricht fand fortan in Behelfsklassenzimmern aus Bambus, Wellblech und Plastikplanen statt.

    Im Oktober 2015 besuchte Vorstandsmitglied Günther Strödel zusammen mit Ingenieuren des Community Departments des Dhulikel Hospitals die Schulen in Bolde und machte eine erste Bestandsaufnahme. Im Frühjahr 2016 erfolgte eine weitere Reise gemeinsam mit Marianne Lüddeckens, Auslands-Projektleiterin, und Dr. Ludger Hermeler, Geschäftsführer von Sternstunden e.V., um die Wiederaufbauarbeiten zu planen.

    Die Dorje Ghyang Primary School (Grundschule) und die Shiwalaya Secondary School (Mittelschule) kamen glimpflich davon, sodass mit Zwischenwand-Verstärkungen oder Ausbesserungen der Mauern geholfen werden konnte.  Diese Arbeiten waren im Frühjahr 2017 abgeschlossen.

    Die Kalika Lower Secondary School mit ihren pädagogisch schönen Wandbemalungen jedoch wurde schwer getroffen. Das gesamte Mauerwerk der Schule musste abgetragen werden, nur die auf Stahlträgern ruhende Dachkonstruktion blieb stehen. Der Wiederaufbau aller Klassenzimmer und eines zweistöckigen Querbaus mit dem Lehrerzimmer war erforderlich. Während die Schüler bereits im Frühjahr 2017 wieder aus den Wellblech-Behelfsbauten in ihre Klassenzimmer zurückkehren konnten, wird der zweistöckige Bau wohl erst im Frühjahr 2018 bezugsfertig sein.

    Die Saraswoti Primary School unterhalb der Krankenstation wurde so stark beschädigt, dass sie komplett abgerissen werden musste. Der 3-geschossige Neubau soll auch bis zum Frühjahr 2018 fertiggestellt werden. Bis dahin Unterricht in Behelfsklassenzimmern.

    Dank der großzügigen Unterstützung von Sternstunden e.V. können die Schülerinnen und Schüler in Bolde bald wieder in neuen, erbebensicheren Klassenzimmern unterrichtet werden.

  • Ausbau und Förderung eines Kindergartens und Einrichtung einer Bibliothek in der Shiwalaya Schule/Bolde

    Ausbau und Förderung eines Kindergartens und Einrichtung einer Bibliothek in der Shiwalaya Schule/Bolde

    Neben der medizinischen Versorgung in Nepal konzentrieren wir uns auch auf Bildung und Ausbildung. Da beides schon vor der Schule beginnt, haben wir bei der Erweiterung der Shiwalaya Schule einen Kindergarten integriert. Das Ergebnis ist ein wunderbarer Wohlfühlort, liebevoll von Einheimischen gestaltet. Er dient nicht nur den Kleinsten, sondern wird auch als Raum für Fortbildungen der Lehrkräfte genutzt.

    Die Namaste-Stiftung übernimmt zudem die Bezahlung, Aus- und Fortbildung der Erzieherinnen. In einem weiteren Raum konnte endlich auch eine Schüler-/Lehrerbibliothek eingerichtet werden. Und in einem kleinen Anbau wurde eine Schulküche eingerichtet.

  • Wiederaufbau der Higher Secondary School in Baluwa

    Wiederaufbau der Higher Secondary School in Baluwa

    Mithilfe der Stiftung Wasser für die Welt und durch Spendenmittel aus dem Freundeskreis von Heribert Wirth kann der Wiederaufbau der zerstörten Higher Secondary School in Baluwa erfolgen.

  • Wiederaufbau von zirka 100 Bauernhäusern in Manekharka

    Wiederaufbau von zirka 100 Bauernhäusern in Manekharka

    Unmittelbar nach dem Erdbeben organisierte der Freundeskreis von Heribert Wirth für die fast völlig zerstörte Siedlung Manekharka eine Spendenaktion. Dieses Geld wurde von der Namaste-Stiftung für den Wiederaufbau von Bauernhäusern zur Verfügung gestellt.

    Nach langwierigen Verhandlungen mit der Regierung Nepals entstehen nun unter der Federführung des Ingenieurbüros des Dhulikhel Hospitals (DHOS) und den Planungsvorgaben der Regierung neue Häuser für 100 der bedürftigsten Familien. Günther Strödel legte im April, zusammen mit dem Lama des örtlichen buddhistischen Klosters den Grundstein für das erste Farmhaus.

    Nach zwei Wintern und drei Monsunperioden in nassen, kalten, engen Notunterkünften werden viele Familien in Manekharka endlich wieder menschenwürdig wohnen können.

  • Neubau eines Mutter-Kind-Zentrums in Manekharka

    Neubau eines Mutter-Kind-Zentrums in Manekharka

    Die Namaste-Stiftung konnte mit Unterstützung der Stiftung Wasser für die Welt mit Freundeskreis (Doblinger) und mithilfe von Sternstunden e.V. diesen Neubau neben der Krankenstation in Manekharka in Angriff nehmen – ein weiterer Schritt im Kampf gegen die nach wie vor sehr hohe Mutter-Kind-Sterblichkeit in Nepal.

  • Förderung eines Wasserversorgungssystems für die Krankenstation in Salambu

    Förderung eines Wasserversorgungssystems für die Krankenstation in Salambu

    Ohne Wasser kein Leben. Schon kurz nach den Erdbeben versiegte die Wasserversorgung der Siedlung Salambu, nordöstlich von Dhulikhel, hervorgerufen durch tektonische Verschiebungen. Sowohl die Krankenstation wie auch der ganze obere Teil der Gemeinde Salambu waren von einem Tag auf den anderen von ihren wichtigsten Wasserstellen abgeschnitten. Für Bauern, die ihre Felder bewäsern müssen, eine Katastrophe! Glücklicherweise wurde 300 Höhenmeter unterhalb Salambus eine Quelle entdeckt. Hier muss nun ein Auffangbecken gebaut werden mit einer möglichst Solar betriebenen Pumpe. Die Namaste-Stiftung bemüht sich, Geldgeber für dieses Projekt zu finden.

  • Unterstützung des Aufbaus einer Ziegenfarm in Bolde

    Unterstützung des Aufbaus einer Ziegenfarm in Bolde

    Die Arbeit im bergigen Nepal treibt viele junge Familien ins Tal, in den Ballungsraum Kathmandu, wo sie auf eine bessere Existenz hoffen. Diese Landflucht kann nur durch handfeste berufliche Perspektiven gestoppt werden. Für eine derartige Maßnahme steht der Name des Bauern Anil Lama in Bolde. Anils Idee: Eine Ziegenfarm!

    Das Fleisch der Ziege ist in Nepal sehr begehrt, Ziegenopfer gehören zum traditionellen Dashain-Fest wie bei uns das Amen in der Kirche. Nur: Ziegenfleisch wird zu 70 Prozent aus Indien importiert. Dem will Anil begegnen, Ziegen halten und den heimischen Markt beliefern. Seine Finanzplanung war so überzeugend, dass die Namaste-Stiftung beschloss, ihn mit einem Kredit zu unterstützen.

    Die in Verbindung damit gegründete Bolde Agriculture Development Group soll weitere Gründer beflügeln, es Anil gleich zu tun und ein ähnliches Start-up zu versuchen.

     

  • Fertigstellung der Ziegenfarm in Bolde

    Fertigstellung der Ziegenfarm in Bolde

    Das Fleisch der Ziege ist in Nepal sehr begehrt, Ziegenopfer gehören zum traditionellen Dashain-Fest wie bei uns das Amen in der Kirche. Nur: Ziegenfleisch wird zu 70 Prozent aus Indien importiert. Der Bauern Anil Lama in Bolde will dem begegnen und Ziegen halten und den heimischen Markt beliefern. Seine Finanzplanung war so überzeugend, dass die Namaste-Stiftung beschloss, ihn mit einem Kredit zu unterstützen. Inzwischen ist die Ziegenfarm fertig und in vollem Betrieb (Stand Januar 2018).

    Die in Verbindung damit gegründete Bolde Agriculture Development Group soll weitere Gründer beflügeln, es Anil gleich zu tun und ein ähnliches Start-up zu versuchen.

     

  • Planung eines neuen Notfallzentrums für das Dhulikhel Krankenhaus

    Planung eines neuen Notfallzentrums für das Dhulikhel Krankenhaus

    Prof. Ram Shrestha, Leiter des Dhulikhel Hospitals (DHOS), hat sich mit der Bitte um den Bau einer neuen Notaufnahme an die Namaste-Stiftung gewandt. Das DHOS ist seit seiner Eröffnung vor 20 Jahren so gewachsen, dass eine schnelle und optimale Versorgung von Schwerkranken sich heute sehr schwierg gestaltet, weil die Wege zwischen dieser Notaufnahme im Altbau und der neuen Poliklinik für ambulante Patienten (OPD) mit ihren Operationssälen zu weit und zu umständlich sind.

    So müssen die Patienten von der Notaufnahme zur Weiterbehandlung durchs Freie gebracht werden. In einem Land, das regelmäßig von starken Monsun-Regen heimgesucht wird, eine untragbare Situation.

  • Bau eines Totenhauses

    Bau eines Totenhauses

    Im Dhulikhel Hospital gab es einen besonderen Wunsch. Die Nepali, Hinduisten und Buddhisten, sind fest verwurzelt im Glauben an eine Wiedergeburt in einem anderen Körper. Deshalb werden Tote nicht, wie in der westlichen Welt (und vielen unserer Krankenhäuser) irgendwo einfach in einer kahlen Klinikkammer, abgestellt, sondern in einem Totenhaus aufgebahrt.

    Gisela Haberkorn, Gründungsmitglied unserer Stiftung und 2015 verstorben, hat ihr Erbe der Stiftung vermacht. Mit Geld aus diesem Vermächtnis haben wir beschlossen, auf dem DHOS-Gelände ein Totenhaus zu errichten. Die Bauarbeiten laufen. Wir sind überzeugt, Gisela und Charly Haberkorn damit ein würdiges Denkmal zu setzen.

  • Aufbau und Förderung einer Ultraschalldiagnostik im DHOS und in den Außenstationen

    Aufbau und Förderung einer Ultraschalldiagnostik im DHOS und in den Außenstationen

    Was hierzulande längst zur Grundausstattung eines Krankenhauses, oft sogar einer ärztlichen Praxis gehört, ein Ultraschallgerät, ist in Nepal keine Selbstverständlichkeit. Dabei erleichtern diese Geräte die Diagnostik und sind somit ein oft lebenswichtiges Instrument vor allem in entlegenen Regionen, wenn entschieden werden soll, ob ein Patient dringend in eine Klinik transportiert werden muss .

    Zwei Mediziner, die mit unserer Stiftung schon länger zusammen arbeiten, Dr. Wolfgang Benkel und Dr. Wolfgang Blank, beide Fachärzte für Innere Medizin und Gastroenterologie, seit Jahren in Nepal unterwegs und oft auch im Dhulikhel Hospital (DHOS) praktizierend, haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Einsatz von Ultraschallgeräten im DHOS und seinen Außenstationen voranzutreiben. Dr. Benkel finanzierte aus eigenen Mitteln ein Ultraschall-Ausbildungszentrum im DHOS, das im April dieses Jahres eingeweiht wurde. Weitere Ultraschallgeräte und Ultraschallsonden sind unter anderen der Familie Hege-Blank und der Weng-Stiftung zu verdanken.

    Dr. Blank, der inzwischen dem Vorstand der Namaste-Stiftung angehört, beschreibt zusammen mit seinem Kollegen Dr. Benkel das Ultraschallprojekt, das sie betreiben, folgendermaßen:

    „Ziel des Projekts ist die Verbesserung der medizinischen Versorgung  allem voran auf dem Land: Zu dem zentralen Krankenhaus in Dhulikhel, das für die medizinische Versorgung von über zwei Mio Menschen errichtet worden ist, gehören 19 Außenstationen. Diese liegen zum Teil in sehr schwer zugänglichen Gegenden und sind während der Monsunzeit oft über Monate nicht direkt erreichbar. Diese Stationen sollen möglichst alle mit einem batteriegestützten, tragbaren Ultraschallgerät ausgestattet werden. Somit soll zum Beispiel eine moderne Schwangerenbetreuung ermöglicht werden, um vor allem die hohe Mutter-Kind-Sterblichkeit deutlich zu verringern. Eine weitgehende Diagnostik mit Ultraschall, wie zum Beispiel Erkennung von Gallen- und Nierensteinen, Rippenbrüchen, Wasseransammlungen im Körper etc., ist ebenfalls sehr wichtig.“

     

    Ultraschall in Nepal - Bericht Juni 2018                            

    Zum Einzugsgebiet des Dhulikhel-Hospitals gehören 1,9  Millionen Menschen, die häufig in schwer zugänglichen Berggebieten (remote areas) leben. Viele Straßen sind während des Monsuns nicht passierbar, dazu hat das schwere Erdbeben 2015 die Straßen bis heute teilweise unpassierbar gemacht. Um auch diese Menschen medizinisch versorgen zu können, betreibt  das Dhulikhel Hospital 20 sog. „Outreach-Clinics“, in denen meist ein Arzt, immer ein „Paramedic“ und eine Krankenschwester/eine Hebamme arbeiten.

    Im Dhulikhel-Hospital hat Ultraschall bezogen auf ein armes Land wie Nepal einen hohen Standard, wird dort von den Radiologen und auch von klinisch tätigen Ärzten durchgeführt. Es gibt wenige  (zu wenige!) ordentliche Geräte, u.a. gespendet von den Rotariern, der Ruth und Friedrich Weng Stiftung und Privatpersonen.

    Im Jahr 2016 wurde ein Ultraschall-Ausbildungszentrum gegründet. Die entsprechenden Räume wurden von Dr. med. Wolfgang Benkel, dem Ideengeber des Ultraschallprojekts, gespendet. Wolfgang Benkel war jahrzehntelang als Arzt im Dienst des Auswärtigen Amts in Afrika und Asien tätig und hat schon früh die Bedeutung des Ultraschalls für die Entwicklungsländer erkannt.

    Im Ausbildungszentrum werden die Ärzte des Dhulikhel-Hospitals, Paramedics, Hebammen und Ärzte anderer nepalesischer Kliniken unterrichtet. Die Fortbildungen (Ultraschallkurse und Supervisionen) werden durch Experten der DEGUM (Deutsche Gesellschaft für Ultraschall) und der Gastrofoundation regelmäßig unterstützt. Diese Unterstützung erfolgt ehrenamtlich, die Reise- und Unterkunftskosten werden von allen ausländischen Ultraschall-Lehrenden selbst oder teils von der DEGUM getragen.

    Wir konnten in den letzten 3 Jahren zusammen mit nepalesischen Ärzten 180 Teilnehmer erfolgreich in den Ultraschallverfahren ausbilden. 

    Kurz zu meiner Person (Wolfgang Blank):

    Ich bin Internist und Gastroenterologe und war bis zu meiner Pensionierung Ende 2015 Leitender Oberarzt in den Kreiskliniken Reutlingen. Ich habe mich viele Jahre intensiv mit der Sonographie beschäftigt, klinisch und wissenschaftlich. Ich bin Kursleiter der DEGUM (die höchste Stufe der Ultraschall-Qualifikation der DEGUM).

    Ultraschall ist heute aus der klinischen Medizin nicht mehr wegzudenken, man kann ihn auch als das moderne Stethoskop bezeichnen. Ultraschall ermöglicht in den verschiedensten Fachrichtungen eine rasche und zuverlässige Diagnosestellung, die für weitere Therapieentscheidungen unerlässlich ist.

    In den Outreach-Clinics werden Patienten mit einfachen Mitteln versorgt, Wunden genäht, Arzneimittel abgegeben und Schwangerschaften betreut. An diagnostischen Möglichkeiten standen bisher neben der klinischen Erfahrung lediglich Stethoskop, ein kleines Labor und teilweise ein EKG zur Verfügung. Problematisch ist von daher häufig die Entscheidung, ob eine ernstere Erkrankung vorliegt und ein Transport ins viele Stunden entfernte Krankenhaus erforderlich ist (dies ist erstens sehr teuer wegen der Treibstoffkosten und manchmal bei unpassierbaren Straßen in der Monsunzeit gar nicht möglich).

    Eine sonographische Untersuchung kann hier die entscheidenden Hinweise geben und damit Leben retten.

    Ultraschallgeräte sind durch neuere technologische Entwicklungen kleiner, leichter und kostengünstiger geworden. Sie haben eine sehr gute Bildqualität und eine optimale Bedieneroberfläche. Sie sind tragbar und können batteriegestützt betrieben werden. Damit können sie auch in Notfallsituationen zum Patienten (Unfallort..) gebracht werden und über Stunden ohne einen Stromanschluss (Stromausfall!) betrieben werden. Bei den häufig vorkommenden  Spannungsschwankungen in den Stromnetzen schützen die Batterien die Geräte vor Hardwareschäden der empfindlichen Platinen.

    Ich könnte unzählige Beispiele nennen, die aufzeigen, wie wichtig eine Ultraschalluntersuchung für einen Patienten sein kann.

    In den folgenden Abschnitten ein paar Krankheitsbilder zum besseren Verständnis.

    In der Schwangerenbetreuung kann eine Hebamme erkennen, ob das Kind zu wenig wächst (als Hinweis auf Sauerstoffmangel), ob das Fruchtwasser ausreichend ist, wie das Kind liegt, und, von großer Bedeutung, wo die Plazenta liegt. Liegt diese teils oder sogar ganz vor dem Muttermund, muss ein Kaiserschnitt gemacht werden, da es sonst zu extremen Blutungen kommen kann – und zu einem hohen Risiko für Mutter und Kind. Die Mütter- und die Säuglingssterblichkeit sind in Nepal noch sehr hoch, hier wäre eine Möglichkeit, diese zu reduzieren. Die Mutter könnte rechtzeitig vor der Geburt in die Hauptklinik gebracht werden.

    Bei Bauchschmerzen kann sonographisch geklärt werden, ob eine Enteritis (Darminfekt) vorliegt, die vor Ort behandelt werden kann oder vielleicht doch eine operationspflichtige Blinddarmentzündung (Appendicitis), die einen schnellen Transport in eine Klinik notwendig macht. Oder ob z.B. ein Gallenstein eingeklemmt ist (Gallensteine sind in Nepal sehr häufig)  und operiert werden muss. Oder ob der Harn in einer Niere nicht richtig abfließt, evtl. ein Nierenstein die Ursache ist. Oder ob Schwellungen der Milz und von Lymphknoten vorliegen als Hinweis auf eine Infektion wie eine Tuberkulose.

    Bei Atemnot mit und ohne Fieber lässt sich sonographisch erkennen, ob Pleuraergüsse vorliegen (die dann unter sonographischer Sicht abgelassen werden können). Auch Lungenentzündungen können meist problemlos erkannt und ohne ein Röntgenbild diagnostiziert werden.

    Es ist sicher nicht möglich und notwendig, in den Outreach-Clinics eine Sonographie zu etablieren, wie wir es hier in unseren großen Kliniken anbieten. Aber für viele Krankheiten kann per Ultraschall eine Diagnose gestellt werden und dann können die richtigen Entscheidungen zur Therapie getroffen werden.

    Die Ultraschallausbildung für die Outreach-Clinics wird sich auf wichtige Krankheitsbilder beschränken, so wie wir es auch in zentralen Notaufnahmen in Europa und USA propagieren und durchführen.

    Bei unseren Nepal-Einsätzen in den letzten 3 Jahren haben wir mehrere Outreach-Clinics besucht. In Clinics, in denen es schon ein Gerät gab, haben wir die dort arbeitenden Ärzte, Paramedics und Hebammen im Ultraschall fortgebildet. Wir konnten dort täglich erleben, wie wichtig der Ultraschall als einfaches Untersuchungsverfahren für diese medizinischen Außenstellen ist.

    lm vorletzten Jahr habe wir  ein erstes, von der Namaste-Stiftung finanziertes,  tragbares und batteriegestütztes Ultraschallgerät in eine Outreach-Clinic (Dhading) gebracht. Dort haben wir Paramedics und Hebamme dieser Station an „ihrem“ Gerät ausgebildet. Es war sehr beeindruckend, welche Sicherheit in der Diagnostik unsere Schüler nach kurzer Zeit hatten und in wie vielen Fällen in diesen Tagen die Diagnostik ohne Ultraschall sehr schwierig gewesen wäre.

    Im November 2017 spendete die Ruth und Friedrich Weng Stiftung mit Sitz in Tübingen erfreulicherweise 10 tragbare und batteriegestützte Ultraschallgeräte (Firma Kalamed Pliezhausen), die in den Outreach Clinics des Dhulikhel Hospital eingesetzt werden. Diese Geräte wurden von Frau Dr. Ruth Hückel-Weng und Herrn Dr. Friedrich Weng feierlich in Dhulikhel übergeben.

    Eines der tragbaren Ultraschallgeräte ging mit uns auf die Reise über holprige Straßen in die Berge Nepals nach Bolde und wurde dort dem zuständigen Arzt persönlich überreicht. Es kam schon am ersten Abend notfallmäßig bei einem Patienten mit heftigsten Bauchschmerzen zum Einsatz. Die Diagnose einer schweren Darmentzündung konnte gestellt und eine Perforation des Darmes ausgeschlossen werden. Der Patient wurde mit dieser Diagnose vor Ort behandelt und musste nicht ins Dhulikhel Hospital zur Klärung verlegt werden.

    Auch für die restlichen Outreach Clinics sollen durch Spenden finanzierte Ultraschallgeräte zur Verfügung gestellt werden.

    Die bisher dargestellten Aktivitäten sehen wir als Pilotprojekt. Unsere Erfahrungen in den letzten 3 Jahren sind eindeutig positiv und viele Patientengeschichten wurden von mir dokumentiert und können jederzeit eingesehen werden. Sie zeigen uns, dass das Ultraschallprojekt Leben rettet und das Leid der nepalesischen Bevölkerung, besonders in den abgelegenen Gegenden eindeutig lindert.

    Das US-Projekt soll deshalb weiter ausgebaut werden. Dringend benötigt werden dazu weitere Ultraschallgeräte für die Outreach Clinics und das Zentralkrankenhaus Dhulikhel.

    Namasté-Stiftung 
    www.namaste-stiftung.de
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    DE41 7016 9382 0200 0003 45
    Stichwort „Ultraschall“

     

     

  • Bettentransport nach Nepal

    Bettentransport nach Nepal

    Elektrisch regulierbare Klinikbetten sind bei uns längst üblich, in einem Land wie Nepal Mangelware. Deshalb freuten wir uns, dass wir 100 Betten des Klinikums Memmingen übernehmen konnten, die mit Unterstützung der German Rotary Volunteer Doctors (GRVD) und der Gastro Foundation mit zwei 40t-Containern per Schiff via Kalkutta nach Nepal transportiert wurden.

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