Projekte der Namaste-Stiftung

Hier finden Sie einen Überblick über die unter der Federführung der Namaste-Stiftung laufenden Projekte:

  • Unterstützung des Dhulikhel Hospital und seiner Außenstationen

    Unterstützung des Dhulikhel Hospital und seiner Außenstationen

    Vor rund 20 Jahren begann die Zusammenarbeit der Namaste-Stiftung mit dem Dhulikhel Hospital und Dr. Ram. Man kann sagen, ohne das Dhulikhel Hospital (DHOS) und Dr. Ram würde es die Namaste-Stiftung in der Form heute nicht geben. Über die Beweggründe, die zur Kontaktaufnahme von Horst und Ursula Schmel mit Dr. Ram und schließlich zur Gründung der Stiftung führten, informiert die Chronik dieser Homepage.   
    In der Zwischenzeit hat sich aus der Kooperation eine Erfolgsgeschichte entwickelt, für die es wohl nur wenige vergleichbare Beispiele gibt.
    Im Folgenden ein chronologischer Überblick über die Projekte und Fördermaßnahmen, mit denen die Namaste-Stiftung und ihre Spenderfamilie das Dhulikhel Hospital unterstützen konnte:  

    2000: Finanzierung und tatkräftige Mithilfe der Boldefreunde beim ersten                      Bauabschnitt der Bolde Krankenstation

    2001: zweiter Bauabschnitt Bolde Krankenstation

    2002: Bau eines zweiten großen Bettentraktes im DHOS

    2005-2006:  Bau eines Kinderkrankenhauses auf dem DHOS Areal

    2007:   Ausstattung der Bolde Krankenstation mit medizinischem Gerät und Bau              von Rauch armen Öfen in den Bauernhäusern

    2008-2009:  Erweiterung der zu klein gewordenen Bolde Krankenstation

    2009-2010:  Bau und Einrichtung einer neuen Werkstatt zur Reparatur medizinischer        Geräte im DHOS

    2011-2012:  Bau einer neuen Krankenstation in Dhunkharka

                         Bau einer neuen Krankenstation in Manekharkha

                         Bau einer Dentalklinik auf dem Areal des DHOS

    2013: Bau einer Intensivstation im neuen Mutter-Kind Geburtszentrum des DHOS und Bau eines OP und Kreißsaals im Mutter-Kind Geburtszentrum des DHOS                      (Namaste-Stiftung mit Sternstundenförderung)

    2014:  Ausbau der Bolde Krankenstation zum Entbindungszentrum und Installation eines Röntgengerätes  

    2015:  Umfangreiche Hilfsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Erbebenkatastrophe im April (siehe Erdbeben 2015)

    2016: Neue Ausstattung des OP-Bereichs im DHOS; Anschaffung eines LKW für Materialtransporte zu den Außenstationen

    2017:  Unterstützung des Wiederaufbaus der Schulen in Bolde (Sternstundenförderung) und Baluwa nach dem Erdbeben 

    Unterstützung beim Wiederaufbau von 116 zerstörten Häusern in Manekharka (Heri Wirth und Freunde)    

    Unterstützung für den Bau eines Mutter-Kind-Zentrums in Manekharka (Namaste-Stiftung mit Sternstundenförderung)    

    2018: Unterstützung beim Bau einer Ziegenfarm in Bolde

    Bau eines Totenhauses im DHOS

    Einrichtung eines Ultraschall Trainingszentrums auf dem Gelände des DHOS (Dr. Benkel) und Ausstattung verschiedener Abteilungen des DHOS, des Trainingszentrums und der Außenstationen mit Ultraschallgeräten (mit Hilfe der Weng Stiftung)

    2019:  Bau von Verbrennungsöfen für die Krankenstationen in Bolde und Manekharka

    Seit 2008 unterhält die Namasté-Stiftung einen Charity Fonds von jährlich 100000 EUR zur Behandlung von mittellosen Patienten.

     

  • 2018 - 3 Jahre nach dem Erdbeben - Einweihung der Schulen in Bolde

    2018 - 3 Jahre nach dem Erdbeben - Einweihung der Schulen in Bolde

    Im Frühjahr 2018 gab es etwas zu feiern: Die Schulen in Bolde und in Baluwa waren fertig gestellt und konnten eingeweiht werden. Möglich gemacht hat das zum einen Sternstunden e.V., die Benefizaktion des Bayerischen Rundfunks, die der Stiftung für die Bolde-Schulen 158 000 Euro überwiesen hat. Mit mehreren Einweihungsfeiern zeigte die Schul- und Dorfgemeinschaft ihre Dankbarkeit gegenüber der Namaste-Stiftung und ihren vielen Unterstützern, ohne die die Schülerinnen und Schüler wohl noch länger in Notklassenzimmern unterrichtet werden müssten. Die Schulen sind sehr schön geworden, und sie sind natürlich erdbebensicher! Mit dem Segen buddhistischer Lamas, mit Tänzen, Gesang und vielen Reden wurden die neuen Klassenzimmer den Lehrern und Schülern übergeben. Als Vertreter der Namaste-Stiftung bekam Günther Strödel viele Blumenkränze um den Hals und gerahmte Danktafeln in die Hand gedrückt.

  • Wiederaufbau der zerstörten Schulen in Bolde

    Wiederaufbau der zerstörten Schulen in Bolde

    Mit Hilfe von Sternstunden e.V., der Benefizaktion des Bayerischen Rundfunks, wird der Wiederaufbau der vier vom Erdbeben schwer beschädigten oder zerstörten Schulen in Bolde umgesetzt.

    Die vier Schulen in der Streusiedlung Bolde wurden durch das Erdbeben unterschiedlich stark beschädigt. Eine Kommission der Bezirksregierung stellte nach dem Beben fest, dass in allen Schulgebäuden nicht mehr unterrichtet werden darf: Der Unterricht fand fortan in Behelfsklassenzimmern aus Bambus, Wellblech und Plastikplanen statt.

    Im Oktober 2015 besuchte Vorstandsmitglied Günther Strödel zusammen mit Ingenieuren des Community Departments des Dhulikel Hospitals die Schulen in Bolde und machte eine erste Bestandsaufnahme. Im Frühjahr 2016 erfolgte eine weitere Reise gemeinsam mit Marianne Lüddeckens, Auslands-Projektleiterin, und Dr. Ludger Hermeler, Geschäftsführer von Sternstunden e.V., um die Wiederaufbauarbeiten zu planen.

    Die Dorje Ghyang Primary School (Grundschule) und die Shiwalaya Secondary School (Mittelschule) kamen glimpflich davon, sodass mit Zwischenwand-Verstärkungen oder Ausbesserungen der Mauern geholfen werden konnte.  Diese Arbeiten waren im Frühjahr 2017 abgeschlossen.

    Die Kalika Lower Secondary School mit ihren pädagogisch schönen Wandbemalungen jedoch wurde schwer getroffen. Das gesamte Mauerwerk der Schule musste abgetragen werden, nur die auf Stahlträgern ruhende Dachkonstruktion blieb stehen. Der Wiederaufbau aller Klassenzimmer und eines zweistöckigen Querbaus mit dem Lehrerzimmer war erforderlich. Während die Schüler bereits im Frühjahr 2017 wieder aus den Wellblech-Behelfsbauten in ihre Klassenzimmer zurückkehren konnten, wird der zweistöckige Bau wohl erst im Frühjahr 2018 bezugsfertig sein.

    Die Saraswoti Primary School unterhalb der Krankenstation wurde so stark beschädigt, dass sie komplett abgerissen werden musste. Der 3-geschossige Neubau soll auch bis zum Frühjahr 2018 fertiggestellt werden. Bis dahin Unterricht in Behelfsklassenzimmern.

    Dank der großzügigen Unterstützung von Sternstunden e.V. können die Schülerinnen und Schüler in Bolde bald wieder in neuen, erbebensicheren Klassenzimmern unterrichtet werden.

  • Ausbau und Förderung eines Kindergartens und Einrichtung einer Bibliothek in der Shiwalaya Schule/Bolde

    Ausbau und Förderung eines Kindergartens und Einrichtung einer Bibliothek in der Shiwalaya Schule/Bolde

    Neben der medizinischen Versorgung in Nepal konzentrieren wir uns auch auf Bildung und Ausbildung. Da beides schon vor der Schule beginnt, haben wir bei der Erweiterung der Shiwalaya Schule einen Kindergarten integriert. Das Ergebnis ist ein wunderbarer Wohlfühlort, liebevoll von Einheimischen gestaltet. Er dient nicht nur den Kleinsten, sondern wird auch als Raum für Fortbildungen der Lehrkräfte genutzt.

    Die Namaste-Stiftung übernimmt zudem die Bezahlung, Aus- und Fortbildung der Erzieherinnen. In einem weiteren Raum konnte endlich auch eine Schüler-/Lehrerbibliothek eingerichtet werden. Und in einem kleinen Anbau wurde eine Schulküche eingerichtet.

  • Wiederaufbau und Einweihung der Higher Secondary School in Baluwa

    Wiederaufbau und Einweihung der Higher Secondary School in Baluwa

    Mithilfe der Stiftung Wasser für die Welt und durch Spendenmittel aus dem Freundeskreis von Heribert Wirth konnte der Wiederaufbau der zerstörten Higher Secondary School in Baluwa erfolgen. Im Frühjahr 2018 fand die Einweihung in Anwesenheit des Ehepaares Wirth, Vertretern des Dhulikhel Hospitals und der District Regierung sowie Günther Strödel von der Namasté-Stiftung statt.

  • Förderung beruflicher Perspektiven für Schülerinnen und Schüler in Bolde

    Förderung beruflicher Perspektiven für Schülerinnen und Schüler in Bolde

    Der Wiederaufbau der Schulen in Bolde mit freundlicher Unterstützung von Sternstunden war ja schon im Frühjahr abgeschlossen und mit buddhistischen Pujas - so nennt man die religiösen Feierlichkeiten hier - zelebriert worden. Durch die verbesserten räumlichen Gegebenheiten kann die Shiwalaya Schule wohl mit einer elften und zwölften Jahrgangsstufe aufgestockt werden. Zudem soll durch eine Zusammenarbeit mit einer neuen Berufsschule im Kathmandu Tal eine berufliche Orientierung angeboten werden. Das halte ich für äußerst wichtig. In bayerischen Realschulen, z.B. der in Weilheim, ist das selbstverständlich, in Nepal noch ziemliches Neuland. Den Schülerinnen und Schülern aus armen Familien, die auch mit den Spendengeldern der Weilheimer Realschule unterstützt werden, soll auch die Berufsschulausbildung finanziert werden. So soll es gelingen, junge Familien in der Region zu halten, ihnen eine Perspektive zu geben und ein fatales Abwandern in den heillos überfüllten Ballungsraum Kathmandu zu vermeiden. Mikrokredite der Namaste-Stiftung flankieren diese Maßnahme. Der Erfolg mit Anil Lamas Ziegenfarm ist ein gelungenes Beispiel dafür.

  • Manekharka - Umzug aus den Notunterkünften in die neuen Häuser

    Manekharka - Umzug aus den Notunterkünften in die neuen Häuser

    In Manekharka wurde der Wiederaufbau von 118 Bauernhäusern im Dezember 2018 abgeschlossen.

    Drei Jahre nach dem schweren Erdbeben können die bedürftigsten Familien ihre Holz- und Wellblechbaracken verlassen und in solide, geräumige und erdbebensichere Wohnhäuser einziehen. Der Dank, sowohl der betroffenen Familien als auch unserer Stiftung, gilt der großzügigen Spende von Heri Wirth und seinem Freundeskreis; sie haben nach dem Erdbeben für diese gewaltige Aufgabe 500 000 Euro aufgebracht und der Namaste-Stiftung zur Verfügung gestellt. Im weit verstreuten Gemeindegebiet lief in den letzten zwei Jahren ein gewaltiges Wiederaufbauprogramm, eine ganz besondere Herausforderung in der abgelegenen Siedlung auf 1800 Meter Höhe nordöstlich von Dhulikhel. Große Anerkennung gilt der enormen planerischen, organisatorischen und logistischen Leistung des Community Departments und dem Ingenieurbüro im DHOS. Die Spendengelder wurden gewissenhaft, gerecht und effizient eingesetzt, wobei die Frage der sozialen Balance unter so vielen Bedürftigen und Notleidenden sensibel berücksichtigt wurde. Allerhöchsten Respekt vor dem ganzen Stab im DHOS, aber auch vor den Helfern und Verantwortlichen in Manekharka! Eine hoch professionelle und engagierte Leistung. Gut, dass die Namaste-Stiftung so hervorragende Partner hat - seit 20 Jahren!

     

  • Wiederaufbau von 118 Bauernhäusern in Manekharka

    Wiederaufbau von 118 Bauernhäusern in Manekharka

    Unmittelbar nach dem Erdbeben organisierte der Freundeskreis von Heribert Wirth für die fast völlig zerstörte Siedlung Manekharka eine Spendenaktion. Dieses Geld wurde von der Namaste-Stiftung für den Wiederaufbau von Bauernhäusern zur Verfügung gestellt.

    Nach langwierigen Verhandlungen mit der Regierung Nepals entstanden unter der Federführung des Ingenieurbüros des Dhulikhel Hospitals (DHOS) und den Planungsvorgaben der Regierung neue Häuser für 118 der bedürftigsten Familien. Günther Strödel legte im April 2017, zusammen mit dem Lama des örtlichen buddhistischen Klosters den Grundstein für das erste Farmhaus.

     

  • Einweihung des Mutter-Kind-Zentrums in Manekharka

    Einweihung des Mutter-Kind-Zentrums in Manekharka

    Einweihung des neuen Mutter-Kind Zentrums neben der Krankenstation in Manekharka. Dank an alle Spender: So konnte dieses wichtige Zentrum für Schwangere, Frauen und Kinder mit Hilfe der Namaste-Stiftung, Sternstunden e.V. und Heri Wirths Wasser für die Welt Stiftung nach gut zwei Jahren Bauzeit eingeweiht werden. Dank an das Community Department des DHOS für Planung, Organisation und Bauleitung. Ein sehr schöner Bau.

    Inauguration of new Mother-Child-Center beside Health Center in Manekharka. Many thanks to donors of Namaste-Stiftung, Sternstunden e.V. and Water for the World Foundation for support. Special thanks to Engineer Office and Community Department of Dhulikhel Hospital for planing, organisations and guidance. Well done, a beautiful building, and so important for health care for female villagers and children

  • Neubau eines Mutter-Kind-Zentrums in Manekharka

    Neubau eines Mutter-Kind-Zentrums in Manekharka

    Die Namaste-Stiftung konnte mit Unterstützung der Stiftung Wasser für die Welt mit Freundeskreis (Doblinger) und mithilfe von Sternstunden e.V. diesen Neubau neben der Krankenstation in Manekharka in Angriff nehmen – ein weiterer Schritt im Kampf gegen die nach wie vor sehr hohe Mutter-Kind-Sterblichkeit in Nepal. Der Neubau des Mutter-Kind-Zentrums wird im Frühjahr 2019 abgeschlossen sein. Damit entsteht in Manekharka neben der bereits bestehenden Krankenstation ein gut ausgestattetes und wichtiges medizinisches Versorgungszentrum für die ganze Region. 

  • Förderung eines Wasserversorgungssystems für die Krankenstation in Salambu

    Förderung eines Wasserversorgungssystems für die Krankenstation in Salambu

    Ohne Wasser kein Leben. Schon kurz nach den Erdbeben versiegte die Wasserversorgung der Siedlung Salambu, nordöstlich von Dhulikhel, hervorgerufen durch tektonische Verschiebungen. Sowohl die Krankenstation wie auch der ganze obere Teil der Gemeinde Salambu waren von einem Tag auf den anderen von ihren wichtigsten Wasserstellen abgeschnitten. Für Bauern, die ihre Felder bewäsern müssen, eine Katastrophe! Glücklicherweise wurde 300 Höhenmeter unterhalb Salambus eine Quelle entdeckt. Hier muss nun ein Auffangbecken gebaut werden mit einer möglichst Solar betriebenen Pumpe. Die Namaste-Stiftung bemüht sich, Geldgeber für dieses Projekt zu finden.

  • Unterstützung des Aufbaus einer Ziegenfarm in Bolde

    Unterstützung des Aufbaus einer Ziegenfarm in Bolde

    Die Arbeit im bergigen Nepal treibt viele junge Familien ins Tal, in den Ballungsraum Kathmandu, wo sie auf eine bessere Existenz hoffen. Diese Landflucht kann nur durch handfeste berufliche Perspektiven gestoppt werden. Für eine derartige Maßnahme steht der Name des Bauern Anil Lama in Bolde. Anils Idee: Eine Ziegenfarm!

    Das Fleisch der Ziege ist in Nepal sehr begehrt, Ziegenopfer gehören zum traditionellen Dashain-Fest wie bei uns das Amen in der Kirche. Nur: Ziegenfleisch wird zu 70 Prozent aus Indien importiert. Dem will Anil begegnen, Ziegen halten und den heimischen Markt beliefern. Seine Finanzplanung war so überzeugend, dass die Namaste-Stiftung beschloss, ihn mit einem Kredit zu unterstützen.

    Die in Verbindung damit gegründete Bolde Agriculture Development Group soll weitere Gründer beflügeln, es Anil gleich zu tun und ein ähnliches Start-up zu versuchen.

     

  • Fertigstellung der Ziegenfarm in Bolde

    Fertigstellung der Ziegenfarm in Bolde

    Das Fleisch der Ziege ist in Nepal sehr begehrt, Ziegenopfer gehören zum traditionellen Dashain-Fest wie bei uns das Amen in der Kirche. Nur: Ziegenfleisch wird zu 70 Prozent aus Indien importiert. Der Bauern Anil Lama in Bolde will dem begegnen und Ziegen halten und den heimischen Markt beliefern. Seine Finanzplanung war so überzeugend, dass die Namaste-Stiftung beschloss, ihn mit einem Kredit zu unterstützen. Inzwischen ist die Ziegenfarm fertig und in vollem Betrieb (Stand Januar 2018).

    Die in Verbindung damit gegründete Bolde Agriculture Development Group soll weitere Gründer beflügeln, es Anil gleich zu tun und ein ähnliches Start-up zu versuchen.

     

  • Planung eines neuen Notfallzentrums für das Dhulikhel Krankenhaus

    Planung eines neuen Notfallzentrums für das Dhulikhel Krankenhaus

    Prof. Ram Shrestha, Leiter des Dhulikhel Hospitals (DHOS), hat sich mit der Bitte um den Bau einer neuen Notaufnahme an die Namaste-Stiftung gewandt. Das DHOS ist seit seiner Eröffnung vor 20 Jahren so gewachsen, dass eine schnelle und optimale Versorgung von Schwerkranken sich heute sehr schwierg gestaltet, weil die Wege zwischen dieser Notaufnahme im Altbau und der neuen Poliklinik für ambulante Patienten (OPD) mit ihren Operationssälen zu weit und zu umständlich sind.

    So müssen die Patienten von der Notaufnahme zur Weiterbehandlung durchs Freie gebracht werden. In einem Land, das regelmäßig von starken Monsun-Regen heimgesucht wird, eine untragbare Situation.

  • Bau eines Totenhauses

    Bau eines Totenhauses

    Im Dhulikhel Hospital gab es einen besonderen Wunsch. Die Nepali, Hinduisten und Buddhisten, sind fest verwurzelt im Glauben an eine Wiedergeburt in einem anderen Körper. Deshalb werden Tote nicht, wie in der westlichen Welt (und vielen unserer Krankenhäuser) irgendwo einfach in einer kahlen Klinikkammer, abgestellt, sondern in einem Totenhaus aufgebahrt.

    Gisela Haberkorn, Gründungsmitglied unserer Stiftung und 2015 verstorben, hat ihr Erbe der Stiftung vermacht. Mit Geld aus diesem Vermächtnis haben wir beschlossen, auf dem DHOS-Gelände ein Totenhaus zu errichten. Die Bauarbeiten laufen. Wir sind überzeugt, Gisela und Charly Haberkorn damit ein würdiges Denkmal zu setzen.

  • Aufbau und Förderung einer Ultraschalldiagnostik im DHOS und in den Außenstationen

    Aufbau und Förderung einer Ultraschalldiagnostik im DHOS und in den Außenstationen

    Was hierzulande längst zur Grundausstattung eines Krankenhauses, oft sogar einer ärztlichen Praxis gehört, ein Ultraschallgerät, ist in Nepal keine Selbstverständlichkeit. Dabei erleichtern diese Geräte die Diagnostik und sind somit ein oft lebenswichtiges Instrument vor allem in entlegenen Regionen, wenn entschieden werden soll, ob ein Patient dringend in eine Klinik transportiert werden muss .

    Zwei Mediziner, die mit unserer Stiftung schon länger zusammen arbeiten, Dr. Wolfgang Benkel und Dr. Wolfgang Blank, beide Fachärzte für Innere Medizin und Gastroenterologie, seit Jahren in Nepal unterwegs und oft auch im Dhulikhel Hospital (DHOS) praktizierend, haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Einsatz von Ultraschallgeräten im DHOS und seinen Außenstationen voranzutreiben. Dr. Benkel finanzierte aus eigenen Mitteln ein Ultraschall-Ausbildungszentrum im DHOS, das im April dieses Jahres eingeweiht wurde. Weitere Ultraschallgeräte und Ultraschallsonden sind unter anderen der Familie Hege-Blank und der Weng-Stiftung zu verdanken.

    Dr. Blank, der inzwischen dem Vorstand der Namaste-Stiftung angehört, beschreibt zusammen mit seinem Kollegen Dr. Benkel das Ultraschallprojekt, das sie betreiben, folgendermaßen:

    „Ziel des Projekts ist die Verbesserung der medizinischen Versorgung  allem voran auf dem Land: Zu dem zentralen Krankenhaus in Dhulikhel, das für die medizinische Versorgung von über zwei Mio Menschen errichtet worden ist, gehören 19 Außenstationen. Diese liegen zum Teil in sehr schwer zugänglichen Gegenden und sind während der Monsunzeit oft über Monate nicht direkt erreichbar. Diese Stationen sollen möglichst alle mit einem batteriegestützten, tragbaren Ultraschallgerät ausgestattet werden. Somit soll zum Beispiel eine moderne Schwangerenbetreuung ermöglicht werden, um vor allem die hohe Mutter-Kind-Sterblichkeit deutlich zu verringern. Eine weitgehende Diagnostik mit Ultraschall, wie zum Beispiel Erkennung von Gallen- und Nierensteinen, Rippenbrüchen, Wasseransammlungen im Körper etc., ist ebenfalls sehr wichtig.“

     

    Ultraschall in Nepal - Bericht Juni 2018                            

    Zum Einzugsgebiet des Dhulikhel-Hospitals gehören 1,9  Millionen Menschen, die häufig in schwer zugänglichen Berggebieten (remote areas) leben. Viele Straßen sind während des Monsuns nicht passierbar, dazu hat das schwere Erdbeben 2015 die Straßen bis heute teilweise unpassierbar gemacht. Um auch diese Menschen medizinisch versorgen zu können, betreibt  das Dhulikhel Hospital 20 sog. „Outreach-Clinics“, in denen meist ein Arzt, immer ein „Paramedic“ und eine Krankenschwester/eine Hebamme arbeiten.

    Im Dhulikhel-Hospital hat Ultraschall bezogen auf ein armes Land wie Nepal einen hohen Standard, wird dort von den Radiologen und auch von klinisch tätigen Ärzten durchgeführt. Es gibt wenige  (zu wenige!) ordentliche Geräte, u.a. gespendet von den Rotariern, der Ruth und Friedrich Weng Stiftung und Privatpersonen.

    Im Jahr 2016 wurde ein Ultraschall-Ausbildungszentrum gegründet. Die entsprechenden Räume wurden von Dr. med. Wolfgang Benkel, dem Ideengeber des Ultraschallprojekts, gespendet. Wolfgang Benkel war jahrzehntelang als Arzt im Dienst des Auswärtigen Amts in Afrika und Asien tätig und hat schon früh die Bedeutung des Ultraschalls für die Entwicklungsländer erkannt.

    Im Ausbildungszentrum werden die Ärzte des Dhulikhel-Hospitals, Paramedics, Hebammen und Ärzte anderer nepalesischer Kliniken unterrichtet. Die Fortbildungen (Ultraschallkurse und Supervisionen) werden durch Experten der DEGUM (Deutsche Gesellschaft für Ultraschall) und der Gastrofoundation regelmäßig unterstützt. Diese Unterstützung erfolgt ehrenamtlich, die Reise- und Unterkunftskosten werden von allen ausländischen Ultraschall-Lehrenden selbst oder teils von der DEGUM getragen.

    Wir konnten in den letzten 3 Jahren zusammen mit nepalesischen Ärzten 180 Teilnehmer erfolgreich in den Ultraschallverfahren ausbilden. 

    Kurz zu meiner Person (Wolfgang Blank):

    Ich bin Internist und Gastroenterologe und war bis zu meiner Pensionierung Ende 2015 Leitender Oberarzt in den Kreiskliniken Reutlingen. Ich habe mich viele Jahre intensiv mit der Sonographie beschäftigt, klinisch und wissenschaftlich. Ich bin Kursleiter der DEGUM (die höchste Stufe der Ultraschall-Qualifikation der DEGUM).

    Ultraschall ist heute aus der klinischen Medizin nicht mehr wegzudenken, man kann ihn auch als das moderne Stethoskop bezeichnen. Ultraschall ermöglicht in den verschiedensten Fachrichtungen eine rasche und zuverlässige Diagnosestellung, die für weitere Therapieentscheidungen unerlässlich ist.

    In den Outreach-Clinics werden Patienten mit einfachen Mitteln versorgt, Wunden genäht, Arzneimittel abgegeben und Schwangerschaften betreut. An diagnostischen Möglichkeiten standen bisher neben der klinischen Erfahrung lediglich Stethoskop, ein kleines Labor und teilweise ein EKG zur Verfügung. Problematisch ist von daher häufig die Entscheidung, ob eine ernstere Erkrankung vorliegt und ein Transport ins viele Stunden entfernte Krankenhaus erforderlich ist (dies ist erstens sehr teuer wegen der Treibstoffkosten und manchmal bei unpassierbaren Straßen in der Monsunzeit gar nicht möglich).

    Eine sonographische Untersuchung kann hier die entscheidenden Hinweise geben und damit Leben retten.

    Ultraschallgeräte sind durch neuere technologische Entwicklungen kleiner, leichter und kostengünstiger geworden. Sie haben eine sehr gute Bildqualität und eine optimale Bedieneroberfläche. Sie sind tragbar und können batteriegestützt betrieben werden. Damit können sie auch in Notfallsituationen zum Patienten (Unfallort..) gebracht werden und über Stunden ohne einen Stromanschluss (Stromausfall!) betrieben werden. Bei den häufig vorkommenden  Spannungsschwankungen in den Stromnetzen schützen die Batterien die Geräte vor Hardwareschäden der empfindlichen Platinen.

    Ich könnte unzählige Beispiele nennen, die aufzeigen, wie wichtig eine Ultraschalluntersuchung für einen Patienten sein kann.

    In den folgenden Abschnitten ein paar Krankheitsbilder zum besseren Verständnis.

    In der Schwangerenbetreuung kann eine Hebamme erkennen, ob das Kind zu wenig wächst (als Hinweis auf Sauerstoffmangel), ob das Fruchtwasser ausreichend ist, wie das Kind liegt, und, von großer Bedeutung, wo die Plazenta liegt. Liegt diese teils oder sogar ganz vor dem Muttermund, muss ein Kaiserschnitt gemacht werden, da es sonst zu extremen Blutungen kommen kann – und zu einem hohen Risiko für Mutter und Kind. Die Mütter- und die Säuglingssterblichkeit sind in Nepal noch sehr hoch, hier wäre eine Möglichkeit, diese zu reduzieren. Die Mutter könnte rechtzeitig vor der Geburt in die Hauptklinik gebracht werden.

    Bei Bauchschmerzen kann sonographisch geklärt werden, ob eine Enteritis (Darminfekt) vorliegt, die vor Ort behandelt werden kann oder vielleicht doch eine operationspflichtige Blinddarmentzündung (Appendicitis), die einen schnellen Transport in eine Klinik notwendig macht. Oder ob z.B. ein Gallenstein eingeklemmt ist (Gallensteine sind in Nepal sehr häufig)  und operiert werden muss. Oder ob der Harn in einer Niere nicht richtig abfließt, evtl. ein Nierenstein die Ursache ist. Oder ob Schwellungen der Milz und von Lymphknoten vorliegen als Hinweis auf eine Infektion wie eine Tuberkulose.

    Bei Atemnot mit und ohne Fieber lässt sich sonographisch erkennen, ob Pleuraergüsse vorliegen (die dann unter sonographischer Sicht abgelassen werden können). Auch Lungenentzündungen können meist problemlos erkannt und ohne ein Röntgenbild diagnostiziert werden.

    Es ist sicher nicht möglich und notwendig, in den Outreach-Clinics eine Sonographie zu etablieren, wie wir es hier in unseren großen Kliniken anbieten. Aber für viele Krankheiten kann per Ultraschall eine Diagnose gestellt werden und dann können die richtigen Entscheidungen zur Therapie getroffen werden.

    Die Ultraschallausbildung für die Outreach-Clinics wird sich auf wichtige Krankheitsbilder beschränken, so wie wir es auch in zentralen Notaufnahmen in Europa und USA propagieren und durchführen.

    Bei unseren Nepal-Einsätzen in den letzten 3 Jahren haben wir mehrere Outreach-Clinics besucht. In Clinics, in denen es schon ein Gerät gab, haben wir die dort arbeitenden Ärzte, Paramedics und Hebammen im Ultraschall fortgebildet. Wir konnten dort täglich erleben, wie wichtig der Ultraschall als einfaches Untersuchungsverfahren für diese medizinischen Außenstellen ist.

    lm vorletzten Jahr habe wir  ein erstes, von der Namaste-Stiftung finanziertes,  tragbares und batteriegestütztes Ultraschallgerät in eine Outreach-Clinic (Dhading) gebracht. Dort haben wir Paramedics und Hebamme dieser Station an „ihrem“ Gerät ausgebildet. Es war sehr beeindruckend, welche Sicherheit in der Diagnostik unsere Schüler nach kurzer Zeit hatten und in wie vielen Fällen in diesen Tagen die Diagnostik ohne Ultraschall sehr schwierig gewesen wäre.

    Im November 2017 spendete die Ruth und Friedrich Weng Stiftung mit Sitz in Tübingen erfreulicherweise 10 tragbare und batteriegestützte Ultraschallgeräte (Firma Kalamed Pliezhausen), die in den Outreach Clinics des Dhulikhel Hospital eingesetzt werden. Diese Geräte wurden von Frau Dr. Ruth Hückel-Weng und Herrn Dr. Friedrich Weng feierlich in Dhulikhel übergeben.

    Eines der tragbaren Ultraschallgeräte ging mit uns auf die Reise über holprige Straßen in die Berge Nepals nach Bolde und wurde dort dem zuständigen Arzt persönlich überreicht. Es kam schon am ersten Abend notfallmäßig bei einem Patienten mit heftigsten Bauchschmerzen zum Einsatz. Die Diagnose einer schweren Darmentzündung konnte gestellt und eine Perforation des Darmes ausgeschlossen werden. Der Patient wurde mit dieser Diagnose vor Ort behandelt und musste nicht ins Dhulikhel Hospital zur Klärung verlegt werden.

    Auch für die restlichen Outreach Clinics sollen durch Spenden finanzierte Ultraschallgeräte zur Verfügung gestellt werden.

    Die bisher dargestellten Aktivitäten sehen wir als Pilotprojekt. Unsere Erfahrungen in den letzten 3 Jahren sind eindeutig positiv und viele Patientengeschichten wurden von mir dokumentiert und können jederzeit eingesehen werden. Sie zeigen uns, dass das Ultraschallprojekt Leben rettet und das Leid der nepalesischen Bevölkerung, besonders in den abgelegenen Gegenden eindeutig lindert.

    Das US-Projekt soll deshalb weiter ausgebaut werden. Dringend benötigt werden dazu weitere Ultraschallgeräte für die Outreach Clinics und das Zentralkrankenhaus Dhulikhel.

    Namasté-Stiftung 
    www.namaste-stiftung.de
    Spendenkonto:
    Raiffeisenbank Gilching
    DE41 7016 9382 0200 0003 45
    Stichwort „Ultraschall“

     

     

  • Bettentransport nach Nepal

    Bettentransport nach Nepal

    Elektrisch regulierbare Klinikbetten sind bei uns längst üblich, in einem Land wie Nepal Mangelware. Deshalb freuten wir uns, dass wir 100 Betten des Klinikums Memmingen übernehmen konnten, die mit Unterstützung der German Rotary Volunteer Doctors (GRVD) und der Gastro Foundation mit zwei 40t-Containern per Schiff via Kalkutta nach Nepal transportiert wurden.

Namaste-Stiftung
Am Anger 4e, 82205 Gilching
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Telefon + 49 8105 77 74 0 56
Telefax + 49 8105 77 30 15

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